Versorgungssicherheit

Untenstehend finden Sie ein paar Informationen zur aktuellen Lage. Weiterführende Angaben finden Sie beim

Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung BWL

oder unter www.nicht-verschwenden.ch

 


Stromversorgung

Aktuell ist die Versorgungssicherheit gewährleistet und die Schweiz liefert in den Sommermonaten mehr Strom ins Ausland, als importiert wird. Aufgrund verschiedener Faktoren könnte es zu einer angespannten Versorgungslage in den Wintermonaten kommen. Zu diesen Faktoren gehören das fehlende Stromabkommen mit der EU, die Revision zahlreicher Kernkraftwerke in Frankreich sowie die reduzierten russischen Gasimporte. Momentan arbeitet die Branche gemeinsam mit den Behörden mit Hochdruck daran, dass die Stromversorgung auch im Winter sichergestellt werden kann. Unter anderem soll eine Wasserkraftreserve bei den Stauseen eingeführt werden, um eine mögliche Knappheit überbrücken zu können. Die entsprechende Medienmitteilung der ElCom vom 23.8.2022 finden Sie hier. Sollte es dennoch zu Versorgungsengpässen kommen, dann wird vom Bund per Verordnung die «Organisation für Stromversorgung in Ausserordentlichen Lagen» OSTRAL aktiviert. OSTRAL wird gestaffelte und der Situation angepasste Massnahmen anordnen und überwachen.

Gasversorgung

Aufgrund des Kriegs in der Ukraine besteht die Möglichkeit, dass in der Schweiz eine Gasmangellage eintritt. Falls dies der Fall werden sollte, trifft die wirtschaftliche Landesversorgung zusammen mit der neu gegründeten Krisenitervetionsorganisation (KIO) Gas die notwenigen Bewirtschaftungsmassnahmen. So kann zum Beispiel der Bund beschliessen, dass Grossverbraucher mit Zweistoff-Anlagen auf Heizöl umstellen müssen. Die möglichen Szenarien finden Sie auch auf dem Faktenblatt des BWL. Gemeinsam mit dem für unsere Gasbeschaffung beauftragten Gasverbund Mittelland hat die Localnet AG bereits frühzeitig Gas-Speicherkapazitäten in Frankreich gesichert. Aktuell sind die Füllstände dieser Speicher auf einem guten Stand. Trotzdem ist es zwingend notwendig, dass die gesamte Bevölkerung beim Energiesparen mithilft. Der Bundesrat hat am 31.8.2022 bekannt gegeben, dass er die Verordnungsentwürfe, mit denen Verbrauchseinschränkungen und Verbote sowie eine Kontingentierung von Einstoffanlagen geregelt werden, in eine dreiwöchige Konsultation schickt. Die Medienmitteilung finden Sie hier.

 


Energie-Spartipps finden Sie unter www.nicht-verschwenden.ch


Häufige Fragen zur Stromversorgung

Das hängt vom jeweiligen Einspeisemodel ab. Wenn Sie den PV-Strom hinter dem Zählpunkt einspeisen, dann nutzen sie ihn zuerst als Eigenverbrauch selbst. Nur überschüssiger Strom wird dann ins Netz eingespeist. Wenn Sie einen eigenen Zählpunkt für die PV-Anlage haben, mit der Sie direkt ins Netz einspeisen und KEV Gelder erhalten, ist dies eine wirtschaftliche PV-Anlage und Sie können nicht vom Eigenverbrauch profitieren.

Grundsätzlich trägt ein effizienter, sparsamer Umgang mit Strom dazu bei, eine Mangellage abzuschwächen oder zu verhindern. Das gilt sowohl für Privatpersonen wie auch für Firmen. Solarenergie ist eine nachhaltige Methode, wie Sie Ihre Stromkosten durch Eigenproduktion und -nutzung senken können. Strom vom eigenen Dach ist günstiger als der aus dem Netz.

Eine Mangellage zeichnet sich vorher ab und ist nicht zu verwechseln mit einem Blackout. Aus diesem Grund würden in erster Linie Stromspar- und Kontingentierungsmassnahmen getroffen. Netzabschaltungen dienen als «Ultima Ratio» und sollten mit allen Möglichkeiten vermieden werden. Allfällige Massnahmen würde nicht die Localnet AG, sondern der Bundesrat anordnen.

Im Falle einer Strommangellage besteht ein Drei-Schritte-Notfallplan des Bundes. Auf erster Stufe würde der Bundesrat Sparappelle an die Bevölkerung richten. In diesem Rahmen könnten beispielsweise Anwendungen wie Jaccuzis, Hallenbäder, Skilifte und Leuchtreklamen verboten werden. Reicht dies nicht aus, müssten auf zweiter Stufe Grossverbraucher ihren Konsum auf beispielsweise 80% reduzieren. Auf dritter und letzter Stufe würde der Bundesrat die periodische Abschaltung der Netze anordnen. Als Privatperson ist es ratsam zu schauen, wo im Haus oder in der Wohnung viel Strom verbraucht und auf welche Dinge man im Notfall verzichten kann. Weitere Massnahmen wären beispielsweise die Investition in eine Photovoltaik-Anlage oder auch in eine bessere Gebäudedämmung. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung hat in einem Strom-Ratgeber weitere Tipps verfasst.

Häufige Fragen zur Gasversorgung

Falls in der Schweiz eine Mangellage eintritt, die von der Gasbranche nicht mehr mit marktwirtschaftlichen Lösungen behoben werden kann, trifft die wirtschaftliche Landesversorgung die notwendigen Bewirtschaftungsmassnahmen. Auf einer ersten Stufe kann der Bund beschliessen, dass Verbraucher mit Zweistoff-Anlagen auf Heizöl umstellen. In einem weiteren Schritt erfolgen Sparappelle an Gaskonsumenten. Schliesslich kann der Bund in einem Notfall auch anordnen, Erdgas-Grossverbraucher mit Einstoff-Anlagen zu kontingentieren oder dass diese ihre Anlagen abschalten. Die wirtschaftliche Landesversorgung ist daran, das Bewirtschaftungskonzept für den Fall einer Kontingentierung zu aktualisieren. Dies geschieht eng abgestimmt mit allen Akteuren, insbesondere auch mit Vertretern von Industrieverbrauchern.

Im Faktenblatt Gas-Mangellage des Bundes erfahren Sie mehr über die möglichen Szenarien im Falle einer Gasmangellage.

Die gegenwärtige Situation an den europäischen Energiemärkten stellt auch für die Localnet AG bisher in diesem Masse nicht gekannte Herausforderungen dar. Energielieferanten können jedoch auch in einer ganz normalen Marktsituation aufgrund des Risikos von Störungen oder technischen Defekten keine Liefergarantie abgeben. Das Bundesamt für die wirtschaftliche Landesversorgung ist daran, das Bewirtschaftungskonzept für den Fall einer Kontingentierung der Gasversorgung zu aktualisieren. Dies geschieht eng abgestimmt mit allen Akteuren, insbesondere auch mit Vertretern von Industrieverbrauchern.

Die Localnet AG strebt für ihre Kundinnen und Kunden stets eine gewisse Preisstabilität an. Eine seriöse Quantifizierung ist aufgrund der Volatilität derzeit aber kaum möglich. Wir analysieren die Marktsituation laufend. Mit Sicht auf den gesamten Gasmarkt erwartet die Localnet weiterhin hohe und volatile Preise an den europäischen Beschaffungsmärkten, die sich auf die Preisentwicklung in der Schweiz auswirken werden. Schweizer Konsumenten sollten mit steigenden Preisen rechnen.

Die Localnet AG als Gasversorgerin der Stadt Burgdorf und Umbebung bezieht das Erdgas über den Gasverbund Mittelland AG (GVM) und hat keine direkten Verträge mit internationalen Gaslieferanten. Der GVM sowie die weiteren Schweizer Regionalgesellschaften stehen in keiner direkten Lieferbeziehung zu Russland. Das Gas wird primär auf den Märkten in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich bezogen. Die Schweizer Gaswirtschaft, vertreten durch den Verband der Schweizerischen Gasindustrie VSG, stellt sicher, dass die Bezugsmöglichkeiten von Gas breit abgestützt sind und dass Abhängigkeiten zu einzelnen Märkten vermieden werden. Im Weiteren bezieht Localnet Biogas aus streng kontrollierten Deutschen Biogasanlagen.


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