connect - Frühling 2026

connect – 9 – Meterware wird zu Hightech: In den Produktionshallen von Senfa Cilander laufen Stoffe durch Beschichtungsanlagen, darunter auch Camouflage-Gewebe für anspruchsvolle militärische Anwendungen. nen Bestandteile zersetzen.» Für diesen und viele weitere thermische Prozesse wird viel Energie benötigt. In grossen Öfen werden Stoffe bei Temperaturen von bis zu 220 Grad thermisch fixiert. «Ohne Wärme funktioniert hier nichts. Und ohne Gas könnten wir unsere Prozesse kaum betreiben.» Die Energieversorgung spielt eine zentrale Rolle. Senfa Cilander bezieht Prozesswärme aus Gas, geliefert von der Localnet. Pro Jahr verbraucht das Unternehmen knapp fünf Gigawattstunden, was rund 90 Prozent des Energiebedarfs entspricht. «Unsere gesamte Energieversorgung ist jedoch bivalent aufgebaut. So können wir zum Beispiel im Falle von Unterhaltsarbeiten von Gas auf Öl umstellen», erklärt Thomas Peckruhn. Eine vollständige Elektrifizierung der Prozesse sei jedoch unrealistisch. «Undenkbar, dass wir bei dieser Energiemenge auf Elektrizität umstellen.» Vom Heissluftballon bis zum Flammschutzvorhang Das Produktspektrum des Unternehmens ist breit. In Lützelflüh werden unter anderem Gewebe und Gewirke für Heissluftballons veredelt. Diese müssen luftdicht, schwer entflammbar, ultraleicht und gleichzeitig hochstabil sein. Das Unternehmen beliefert zudem die Armasuisse mit Ponchos und Zelten, produziert Akustikgewebe und entwickelt Materialien mit speziellen Flammschutzeigenschaften. Ein Beispiel sind Feuerschutzvorhänge für Fluchtwege auf Schiffen oder in Einkaufszentren. Diese müssen während Versteifte Gewebe für Festkleidung in Afrika (rechts) gehören ebenfalls zum breiten Portfolio von Senfa Cilander.

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