Das Kanalsystem aus dem industriellen Zeitalter dient noch heute der Stromproduktion. Die wirtschaftliche Bedeutung der Kleinwasserkraftwerke, welche für die erste Stromfreileitung der Stadt Burgdorf gesorgt haben, ist nicht mehr derart zentral wie in den vergangenen Jahrhunderten. Die neun übrig gebliebenen Werke decken knapp drei Prozent des städtischen Strombedarfs ab, dies allerdings zu hundert Prozent mit erneuerbarer Energie. Sie liefern pro Jahr rund 2'500'000 Kilowattstunden (kWh) ins Versorgungsnetz der Localnet AG. Dies entsrpicht dem Bedarf von rund 410 Einfamilienhäusern.
Die Kraftwerkseigner, Unternehmen und Private, haben sich in der Genossenschaft Wasserkraftwerke Burgdorf zusammengeschlossen. Die Genossenschafter zeichnen sich zu einem beträchtlichen Teil für den Unterhalt der Bachabschnitte verantwortlich und entsorgen jeweils auch viel Unrat wie Velos, Flaschen oder Gartenabfälle. Dadurch leisten sie einen wertvollen Beitrag zum Hochwasserschutz und für attraktive Naherholungsgebiete in der Stadt Burgdorf.